Archiv des Themengebiets „Funktionen (FOS 11)“

Quadratische Ergänzung


01 Mai
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So funktioniert quadratische Ergänzung (wenn man quadratische Funktionen auf Scheitelpunktform bringen will und sich die Formel dafür nicht merken kann):

  • Los geht es immer mit einer quadratischen Funktion in Standardform, z. B.
    f(x) = 2x^2+6x-1
  • Der erste Schritt ist, im Beispiel die 2 vor dem x² auszuklammern:
    f(x) = 2(x^2+3x-0,5)
  • Jetzt muss man sich überlegen, wie die 1. oder 2. binomische Formel funktioniert: (a+b)^2=a^2+2ab+b^2 bzw. (a-b)^2=a^2-2ab+b^2. Nach dem Ausklammern geht es vorne immer mit x^2 los, also ist a=x. In der Mitte muss jetzt 2ab oder -2ab stehen — wir finden da im Beispiel 3 x, damit muss b=3/2=1,5 sein.
    f(x)=2( (x+1,5)^2-1,5^2-0,5)
    (denn es gilt: )
  • Jetzt noch die konstanten Teile ausrechnen, und das Ergebnis steht da:

Mit den Formeln für die Scheitelpunktform geht das natürlich schneller:

Hier noch mal die „Bastelanleitung” für die quadratische Ergänzung in allgemeiner Form für die Funktion :

  1. ausklammern:
  2. in der Klammer aus „ein Quadrat machen”:
  3. zusammenfassen:
  4. und konstanten Teil ausmultiplizieren, ergibt schließlich

Tipp: Eine Nullstelle findet man immer


25 Apr
ungenügendausreichendbefriedigendgutsehr gut (4 Bewertungen, Durchschnitt: 3.75 von 5)
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Bei der Kurvendiskussion müsst Ihr ständig Nullstellen suchen — je nach Aufgabenstellung von der Funktion selbst, von der ersten Ableitung (um Extremwerte zu finden) und von der zweiten Ableitung (für die Wendepunkte).

Funktion mit drei Nullstellen

Eine Funktion mit drei Nullstellen

Sucht Ihr Nullstellen einer quadratischen Funktion, hilft ja die Mitternachtsformel (oder „scharfes Hinsehen”, wenn die Funktion z. B. die Form oder hat), doch bei Funktionen dritten und höheren Grades müsst Ihr oft eine Nullstelle erraten und dann Polynomdivision durch machen.

In Prüfungsaufgaben, wo das nötig ist, ist meist mindestens eine Nullstelle „gutartig” in dem Sinne, dass man sie ganz schnell findet, also z. B. , etc. Wenn Euer Taschenrechner Wertetabellen zu Funktionen erzeugen kann, gebt Ihr einfach die Funktion ein und lasst Euch mal die Funktionswerte anzeigen, die bei ganzzahligen x-Werten zwischen -5 und 5 rauskommen.

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Zusammenfassung: Die Wurzelfunktion


23 Apr
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Wurzeln sind ja nicht sonderlich spektakulär: , , und bei Zahlen, die nicht das Quadrat eines Bruches sind, kommt halt eine Zahl mit vielen (sogar unendlich vielen) Nachkommastellen heraus, etwa .

Ordnen wir jeder Zahl x ihre Wurzel zu, haben wir eine neue Funktion . Zeichnen wir ihren Funktionsgraph und dazu noch den von , dann ergeben beide Graphen zusammen eine um 90 Grad nach rechts gedrehte Normalparabel (siehe Bild).

Oben die positive Wurzel, unten die negative -- das sind zwei Funktionen!

Das liegt daran, dass das Wurzelziehen und das Quadrieren in einer besonderen Beziehung zueinander stehen: Solange wir nur nichtnegative Zahlen betrachten (, also ), ist die Umkehrfunktion zu . Das bedeutet: und für alle .

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Tipp: Öffnungsfaktor von quadratischer Funktion


08 Apr
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Bei linearen Funktionen könnt Ihr die Steigung der Geraden im Graph ja leicht über das Steigungsdreieck bestimmen, z. B.

  • 1 nach rechts, 3 nach oben: Steigung 3.
  • 1 nach rechts, 1,5 nach unten: Steigung -1,5.
  • 3 nach rechts, 1 nach oben: Steigung 1/3.
Öffnungsfaktor

1 nach rechts und 1,5 nach oben

Das funktioniert — ähnlich — auch bei Parabeln. Hier könnt Ihr vom Scheitelpunkt des Graphen aus auch eins nach rechts und dann nach oben/unten zum Graph gehen. Der Öffnungsfaktor a ist dann der Weg, den Ihr nach oben zurückgelegt habt (wenn es nach unten ging, ist a negativ). Das klappt aber nur, wenn Ihr genau 1 nach rechts geht.

Für die ganz einfache Funktion f(x)=ax^2 ist das sofort klar: Da ist der Scheitelpunkt (0; 0), und wenn man 1 nach rechts geht (also x=1), erhält man als y-Koordinate y=f(1)=a \cdot 1^2=a.

Es funktioniert aber auch mit beliebigen quadratischen Funktionen — Ihr müsst nur immer vom Scheitelpunkt ausgehen. Warum das klappt, zeigt folgende Rechnung (die Ihr nicht unbedingt nachvollziehen müsst; es reicht, den „Trick” zu kennen): (weiterlesen…)

Zusammenfassung: Quadratische Funktionen


07 Apr
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In diesem Beitrag fasse ich alle wichtigen Punkte zu quadratischen Funktionen zusammen; wenn Euch beim Lesen alles klar ist, seid Ihr (fast) fit für Prüfungen über dieses Thema — ein bisschen Praxis im Rechnen mit diesen Funktionen vorausgesetzt :)

Definition: Eine Funktion f(x)=ax^2+bx+c mit a,b,c \in \mathbb R und a \neq 0 heißt quadratische Funktion. Die Bedingung a \neq 0 ist wichtig, weil f sonst nur eine lineare Funktion wäre.

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Zusammenfassung: Lineare Funktionen


06 Apr
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In diesem Beitrag fasse ich alle wichtigen Punkte zu linearen Funktionen zusammen; Ihr könnt ihn z. B. zur Prüfungsvorbereitung lesen und Euch fragen: Sind mir alle Punkte klar?

Allgemeine Definition:
Eine Funktion heißt linear, wenn sie die Form f(x)=mx+t mit konstanten Zahlen m, t \in \mathbb R hat. Es ist auch m=0 zugelassen, dann ist die Funktion konstant (=t), aber immer noch linear. (Das ist anders als bei den quadratischen!)

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In Summen kürzen nur …


04 Apr
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Den Satz über Summen kennt man ja, und nur wenige von Euch werden etwa aus dem Bruch \frac{3+4}{3+1} die Drei „rauskürzen” und damit das Ergebnis 4 erhalten…

Ähnliche Fehler tauchen aber oft beim Rechnen mit Wurzeln auf — im Unterricht habe ich z. B. oft Umformungen à la \sqrt{x^2+4} = \sqrt{x^2} + \sqrt{4} = x+2 gesehen. Das ist gleich doppelt falsch: Die Wurzel der Summe darf man nicht in die Summe der beiden Wurzeln umwandeln, und außerdem ist auch \sqrt{x^2} = x nur für positive x (oder x=0) richtig — für negative nicht!

Was mit Wurzeln geht, ist das Auseinanderziehen von Produkten: Für beliebige positive x und y gilt: \sqrt{x \cdot y} = \sqrt{x} \cdot \sqrt{y}. Auch das ist wie bei Brüchen: Da darf man ja ebenfalls in Produkten kürzen, aber eben nicht in Summen.

Faktor x? Nullstelle 0!


02 Apr
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Oft tauchen Funktionen (oder Gleichungen) ohne „konstanten” Anteil auf, also etwas wie f(x)=3x^2+5x oder x^2-4x=0. Bitte verwendet bei der Nullstellensuche in solchen Funktionen nicht die Mitternachtsformel — durch Ausklammern von x geht das viel einfacher, z. B.:

  • f(x)=3x^2+5x = x(3x+5), also Nullstellen 0 und -5/3
  • x^2-4x=0, x(x-4)=0, also x=0 oder x=4

Wenn Ihr das nicht direkt seht: Ein Faktor x bedeutet, dass ein (erster oder einziger) Schritt in Richtung einer Linearfaktorzerlegung da ist, denn es gilt ja x=(x-0), also ist z. B. oben x(3x+5)=3x(x+5/3)=3(x-0)(x-(-5/3)), und daraus kann man die Nullstellen (0, -5/3) direkt ablesen.

Über die Mitternachtsformel kommt Ihr bei dieser Situation natürlich zur selben Lösung, müsst aber deutlich mehr rechnen und aufschreiben (und dabei können auch mehr Rechenfehler passieren).

Genauso sollte man übrigens auch für Dinge wie x^2-9 oder 2x^2-8 nicht die Mitternachtsformel bemühen, sondern sehen, dass man das schneller erledigen kann:

  • Weil x^2-9=0 die Lösungen \pm 3 hat, ist sofort klar: x^2-9=(x-3)(x+3)
  • Im zweiten Beispiel erst 2 ausklammern: 2x^2-8 = 2(x^2-4)=2(x-2)(x+2)

Die Mitternachtsformel ist wirklich für den ganz allgemeinen Fall gedacht, also den, wo in ax^2+bx+c keine der drei Zahlen a, b, c gleich 0 ist.

2 ist nicht die einzige „Wurzel” aus 4


31 Mrz
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Der Taschenrechner ist anderer Meinung: 4 eingeben, Wurzeltaste drücken, Ergebnis ist 2. Und auch die Wurzelfunktion ist so definiert, es gilt natürlich \sqrt{4}=2 — aber: Wenn Ihr eine Gleichung der Form

x^2=4

löst, dann gibt es zwei Lösungen, +2 und -2. Die Wurzelfunktion ist nur so definiert, dass bei \sqrt{x} immer die positive Zahl heraus kommt, deren Quadrat x ist.

Beim Lösen einer allgemeinen quadratischen Gleichung verwendet Ihr die Mitternachtsformel und rechnet automatisch mit den beiden Lösungen x_{1,2} (wenn die Diskriminante positiv ist und es damit zwei verschiedene Lösungen gibt). Hat die Gleichung die super einfache Form x^2=z, dürft Ihr nicht vergessen, dass sowohl \sqrt{z} als auch -\sqrt{z} Lösungen sind.

Nullstellen quadratischer Funktionen


31 Mrz
ungenügendausreichendbefriedigendgutsehr gut (2 Bewertungen, Durchschnitt: 1.00 von 5)
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Neben der Lösungsformel („Mitternachtsformel”) für die Nullstellen quadratischer Gleichungen ist vielleicht die wichtigste Information zum Thema, dass man verschiedene Fragen zu quadratischen Funktionen und quadratischen Gleichungen als ein und dasselbe erkennt. Wenn wir einmal die Funktion

f(x)=ax^2+bx+c

und außerdem die quadratische Gleichung

(I) ax^2+bx+c=0

betrachten, dann laufen alle folgenden Fragen auf dieselbe Aufgabe hinaus:

  1. Bestimme die Nullstellen von f(x)
  2. Löse die quadratische Gleichung (I)
  3. Löse die quadratische Gleichung f(x)=0
  4. Bestimme die Linearfaktorzerlegung f(x)=a(x-x_1)(x-x_2)
  5. Bestimme die Schnittpunkte des Graphen von f(x) mit der x-Achse

Auch beim Lösen quadratischer Ungleichungen müssen wir erst obige Aufgabe bearbeiten, denn das Vorzeichen der quadratischen Funktion ändert sich zwischen den Nullstellen (oder links von der ersten bzw. rechts von der zweiten Nullstelle) nicht mehr.

Ach ja, die Mitternachtsformel sieht so aus: x_{1,2} = \frac{-b \pm \sqrt{b^2-4ac}}{2a}

Wer sich lieber die „pq-Formel” merkt, kann auch damit arbeiten, muss dann aber zunächst a ausklammern, deswegen bietet sich diese einfachere Formel nur dann an, wenn a=1 gilt, also f(x)=x^2+bx+c bzw. f(x)=x^2+px+q ist. Für a=0 haben wir gar keine quadratische Funktion/Gleichung: Dann gibt es nämlich keine x^2, und das Ganze wird linear.

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